Allelopathie

Schattenanbau

In vielen Ländern wachsen die Kaffeepflanzen zwischen anderen Pflanzen und Bäumen von denen sie
beschattet werden. Diese Anbauform bringt weniger Ertrag mit sich als der Anbau in der Sonne, was an der
langsameren Reifung der Kaffeekirschen im Schatten liegt.

Kaffee beschattet von Bananen

Die Schattenbäume schwächen die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht ab, schützen vor
Frost und Wind, reduzieren das Unkrautwachstum und beugen der Bodenerosion vor. Sie entziehen dem Boden
Mineralien, führen ihm durch Laub aber auch wieder welche zu. Schattenbäume mit sehr tiefreichenden
Wurzeln treten nicht mit den Kaffeepflanzen in Nährstoffkonkurrenz. Schattenbäume können die Intensität
der Sonneneinstrahlung erheblich reduzieren (abhängig von der Anbauhöhe).

Coffee plant with pine tree

Beschattete Plantagen weisen eine höhere Biodiversität auf, weniger Unkraut, mehr Insekten, eine bessere,
gleichmäßige Feuchtigkeit und eine bessere Versorgung der Kaffeepflanzen mit Nährstoffen, da die Bäume
Mineralien aus tieferen Bodenschichten ziehen und diese über ihr Laub an den Boden und somit an die
Kaffeepflanze wieder abgeben. Der Ursprung der Coffea arabica verdeutlicht, daß der beschattete Anbau
von Kaffee die ursprünglichste Art ist die Pflanze zu kultivieren. In Äthiopien waren die Kaffeepflanzen sehr
begrenzt in zwei Bergwaldgebieten verbreitet – in einem Umfeld, das reichlich Schatten bietet.